Naturbestattung

Ruhestätte inmitten der Natur

Der Begriff Naturbestattung steht für verschiedene Bestattungsvarianten, bei denen sich die letzte Ruhestätte nicht auf einem Friedhof, sondern in der freien Natur befindet. Immer mehr Menschen ist die Verbundenheit zur Natur sehr wichtig und mit einer natürlichen Grabstätte können sie diese auch über den Tod hinaus ausdrücken.  

Naturbestattungen in Form von Waldbestattungen oder Baumbestattungen werden immer beliebter. Auf Friedhöfen werden Baumbestattungen ebenfalls angeboten, sind aber nicht sehr weit verbreitet. Waldbestattungen sind in Deutschland nur als Aschenbeisetzung in Form einer Ascheverstreuung oder Urnenbeisetzung erlaubt. In unseren Nachbarländern wie z.B. den Niederlanden sind auch Sargbeisetzungen in einem Bestattungswald erlaubt. 

Durch die gestiegene Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten deutschlandweit die sogenannten Bestattungswälder etabliert. Das sind ausgewiesene Waldflächen, in denen die Beisetzung einer Urne an den Wurzeln eines Baumes möglich ist.  Mittlerweile gibt es mehr als 200 solcher Bestattungswälder in ganz Deutschland. 

 

Baumbestattung Waldfriedhof Düsseldorf-Gerresheim

Der Waldfriedhof im Düsseldorfer Stadtteil Gerresheim hat einen ausgewiesenen Bereich für Baumbestattungen. Die Urne wird  im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Die Pflege übernimmt die Friedhofsverwaltung.

In dem Baumfeld, das von einem Ringweg durchzogen wird, kann die Urne in einem Wahlgrab oder einem Reihengrab beigesetzt werden. Bei den Wahlgräbern innerhalb des Ringweges kann die Lage ausgewählt werden und es können auch mehrere Grabstätten gleichzeitig erworben werden. Außerhalb des Ringweges befinden sich die Reihengräber, bei denen die Grabstellen der Reihe nach vergeben werden.

Eine namentliche Darstellung ist auf Wunsch auf den Granitsteinen im Ringweg möglich. Angehörige können an der Beisetzung teilnehmen. Blumenschmuck ist nur für die Beisetzung möglich. 

Aschevergrabung im Waldfeld
Düsseldorf-Gerresheim

In einem bestimmten Waldfeld auf des Friedhofs besteht die Möglichkeit einer Aschevergrabung. Hier wird die Asche ohne Urne im Waldboden vergraben.

Die Aschevergrabung ist in Düsseldorf nur auf dem Gerresheimer Waldfriedhof möglich. Angehörige können an der Aschevergrabung teilnehmen. Es erfolgt keine Kennzeichnung der Grabstätte oder namentliche Nennung.

Für die Genehmigung einer Aschevergrabung muss eine Willenserklärung vorliegen, die zu Lebzeiten von der/dem Verstorbenen verfasst wurde. 

Das Grab im Wald

FriedWälder sind naturbelassene Waldareale deren Fortbestand durch ein auf 99 Jahre angelegtes, waldschonendes Baumbestattungskonzept gesichert ist.

Eine FriedWald-Beisetzung setzt eine Einäscherung voraus. Bereits zu Lebzeiten kann ein geeigneter Baum ausgewählt werden. Im Idealfall wird eine Willenserklärung mit dem Beisetzungswunsch formuliert und handschriftlich hinterlegt.

Das Grab im Ruhebiotop

RuheForste bieten letzte Ruhestätten in ausgewählten Waldgebieten, die sich durch eine weitgehend standortgerechte und naturnahe Baumartenzusammensetzung auszeichnen.

Gerade durch das Bestattungskonzept RuheForst können sich diese Wälder nun für mindestens 100 Jahre ungestört weiterentwickeln.

Die Möglichkeit, in der natürlichen Umgebung des Waldes beigesetzt zu werden, ist für viele Menschen eine würdevolle Form des Abschieds. Ruhe, Harmonie und ständiger Wandel der Natur spenden Trost für Angehörige und Freunde. Entsprechend wird die letzte Ruhestätte nicht Grab, sondern RuheBiotop® genannt.

In einem RuheForst befinden sich zahlreiche RuheBiotope®. Aus diesen können die Menschen, die sich zu einer RuheForst-Bestattung entschlossen haben, ihre letzte Ruhestätte auswählen. Die RuheBiotope unterscheiden sich durch die verschiedenartigsten Biotop-Elemente wie z. B. Bäume, Sträucher und Steine. In einem RuheBiotop können einzelne Personen, Freunde oder andere im Leben verbundene Menschen beigesetzt werden.

Das Recht auf Nutzung eines RuheBiotops kann für bis zu 99 Jahre erworben werden. RuheBiotope benötigen keine Pflege, da sie Teil des natürlichen Waldes sind. Sie können schon zu Lebzeiten ausgewählt werden und so wichtige Bezugspunkte sein. Eine Trauerfeier kann vorher oder auch während der Beisetzung im Wald stattfinden.

Gemeinschaftsbaum oder Familienbaum?

Bei der Baumauswahl besteht die Möglichkeit, sich zwischen einem Platz am Gemeinschaftsbaum oder für den Familien- und Freundschaftsbaum zu entscheiden. An diesem können bis zu zehn Personen beigesetzt werden. FriedWald-Bäume werden mit forstlichem Sachverstand ausgewählt. Sie werden zum natürlichen Grabmal und dienen Angehörigen als Ort des Gedenkens und Erinnerns. Eine Kennzeichnung und Eintragung des ausgewählten Baumes in eine Waldkarte erleichtert Angehörigen das Auffinden des Baumes. Die Grabpflege übernimmt die Natur.

Eine Trauerfeier kann vorher oder auch während der Beisetzung im Wald stattfinden.

Die nächstgelegenen FriedWälder befinden sich z.B. im Naturpark Nordeifel (Bad Münstereifel) und im Münsterland (Warendorf).

Was ist der Unterschied zwischen
einem Gemeinschafts- und einem
Familien Biotop?

An beiden Biotoptypen gibt es bis zu 10 Grabstätten. Beim GemeinschaftsBiotop können eine oder mehrere einzelne Grabstätten erworben werden. Bei dem FamilienBiotop erwirbt man alle 10 Grabstätten zusammen und besitzt somit das Nutzungsrecht an einem eigenen Baum, dessen Grabstätten für die Familie, aber auch für Freunde über mehrere Generationen genutzt werden können.

Die Anbringung von Namenstafeln mit den Namen der Verstorbenen ist möglich; die Größe und Form ist einheitlich dezent.

Jeder RuheForst ist mit einer Andachtsstätte ausgestattet. Diese kann für Trauerfeierlichkeiten kostenfrei genutzt werden. Der Geistliche aus der Heimatgemeinde darf selbstverständlich die Beisetzung begleiten oder durchführen.

Weitere Informationen zu dem nächstgelegene RuheForst sehen Sie hier:

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